Prinzipien für langfristig erfolgreiches Investieren, um Anleger und deren Portfolios durch herausfordernde Märkte und in Richtung ihrer Ziele von morgen zu führen. Sechs universelle und zeitlose Prinzipien, um Schutz und Wachstum sicherzustellen.

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Plane für ein langes Leben

Besser einen Plan und Ersparnisse zu haben,
da wir länger leben als wir denken

  • Menschen, welche heute 65 sind, haben eine gute Chance 80 (an die 70 Prozent) oder 90 Jahre (an die 30 Prozent) alt zu werden. Ein Grund, warum es gilt für die Zukunft zu planen. Deshalb sollten Anlegern früh zu sparen beginnen, diszipliniert investieren und einen Plan für ihre Zukunft haben.
  • Noch mehr als die zuvor genannten Zahlen mag überraschen, dass ein heute 65-jähriges Ehepaar eine Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent, dass zumindest einer von ihnen noch weitere 25 Jahre alt wird und das stolze Alter von 90 Jahren erreicht.

Wahrscheinlichkeit (%) für 65-jährige das Alter von 80 Jahre zu erreichen

Dank einer gesünderen Lebensweise, den Fortschritten in der Forschung und Medizin leben die Menschen länger.

Wahrscheinlichkeit (%) für 65-jähriges Paar das Alter von 90 Jahre zu erreichen

Investieren Sie, um für den Ruhestand vorzusorgen.

2

Spareinlagen und Bargeld sind keine guten Investments und Veranlagungen

Das Halten von Barmitteln über einen längeren Zeitraum führt zu unterdurchschnittlichen Renditen und zum Verlust Ihrer Kaufkraft.

  • Barmittel oder Spareinlagen werden über die Zeit von der Inflation (den jährlichen Wertsteigerungen) „aufgefressen“. Das Investieren in Aktien und Anleihen kann Sie davor schützen und darüber hinaus an attraktiven Renditen teilhaben lassen. So bleiben bei jährlichen Preissteigerungen von 3,5 Prozent bei mangelnder Veranlagung nach 50 Jahren von 10.000 Euro lediglich unter 2.000 Euro übrig.
  • Die Inflation ist der „Feind“ Ihrer Vermögenswerte. Wie schnell diese Wertsteigerungen gegen einen arbeiten können, zeigt nebenstehende Abbildung. Bei einer jährlichen Inflationsrate von 3,5 Prozent hat sich das Geldvermögen in 20 Jahren um die Hälfte verringert (ohne Veranlagungen). Die Inflationsrate ist bei Ihren finanziellen Plänen unbedingt zu berücksichtigen, da diese erheb-liche Auswirkungen auf Ihre Ersparnisse und zu veranlagenden Vermögenswerte hat.

Jährlichen Inflationsraten in Prozent (2,5, 3,5, 4,5, 5,5 und 6,5) und nach wie vielen Jahren sich das Geldvermögen um die Hälfte verringert.

10.000 € nach 50 Jahren bei 3,5% Inflation und mangelnder Veranlagung der Vermögenswerte.

Geldentwertung aufgrund mangelnder Investitionen.
Bargeld und Spareinlagen bleiben langfristig hinter den Erwartungen zurück.

3

Auf- und Abschwünge (Schwankungen, auch Volatilität) sind normal

Nach jedem Abschwung erfolgt ein Aufschwung. Jedes Mal.

  • Mit Abschwüngen an den Börsen ist mindestens einmal jährlich zu rechnen. Wann diese Korrekturen eintreten, kann Ihnen niemand sagen. Was man Ihnen jedoch sagen kann, ist, dass auf Kursabschwüngen an den Börsen wieder steigende Kurse folgen. Dies war bis jetzt immer der Fall. Jedes Mal und ohne Ausnahme (eine entsprechende Diversifikation vorausgesetzt). Wichtig ist, dass Sie darauf vorbereitet sind und nicht emotional darauf reagieren, da Anleger dann zumeist unüberlegte Handlungen setzen.
  • Wenn es niemals an den Börsen zu Kursschwankungen kommen würde, würden Aktien und Anleihen keine höheren Renditen gegenüber sichern Alternativen erzielen. Sichere Anlageformen haben es jedoch an sich, nicht lediglich geringere Renditen zu erbringen, sondern zumeist weniger zu erwirtschaften als die Inflation (man verliert letztendlich aufgrund jährlicher Preis-steigerungen ersparte Vermögenswerte).

Über die vergangenen Jahrzehnte erzielten Aktien innerhalb eines Jahres zu 75% positive Renditen.
Dieser Prozentsatz steigt noch weiter an, je langfristiger Sie veranlagen.

Kursauf- und -abschwünge ereignen sich immer wieder und ermöglichen einen günstigen Nachkauf. Nach jedem Abschwung erfolgte wieder eine Erholung. Dies ist auch der Grund der höheren Renditen dieser Vermögensklasse.

4

Nutze den Zinseszins und Nachkäufe

Investieren Sie früh, regelmäßig und langfristig

  • Beginnen Sie mit dem Investieren nur 10 Jahre später, mit 10.000 Euro und einer Rendite von 6 Prozent, so haben Sie nach 35 Jahren um 242.000 Euro weniger, als jemand der 10 Jahre früher mit demselben Startkapital begann und eine Rendite von 8 Prozent erzielte. Aufgrund der „Kraft“ des Zinseszinses, wird dieser auch als „Weltwunder“ bezeichnet.
  • Sparen und investieren Sie in dieser Zeit laufend weiter, und reinvestieren Sie beispielsweise erhaltene Gewinne und Dividenden von Aktien, so erhöht sich dieser Unterschied noch zusätzlich über die Zeit hinweg.

Die Aufzinsung kann im Zeitverlauf einen exponentiellen Unterschied bewirken.

Aufzinsung durch reinvestierte Dividenden über die letzten 100 Jahre.

5

Diversifikation (Risikostreuung) schützt

Durch eine Aufteilung Ihrer Vermögenswerte auf unterschiedliche
Vermögensklasen können Sie die Rendite steigern und das Risiko senken.

  • Die Ereignisse für welche Kurskorrekturen verantwortlich sind, sind durchwegs unterschiedlich (die Weltkriege, Technologieblase 2000/01, Immobilien- und Finanzkrise 2007/08). Diese lassen sich lediglich rückblickend feststellen. Die darauffolgenden Ereignisse sind jedoch durch eine klarere Brille zu erkennen: Jedes Mal nach scheinbar unüberbrückbaren Ereignissen finden die Wirtschaft und die Finanzmärkte wieder auf die Beine. Und jedes Mal mündet der Weg in steigende Kurse.
  • Ein diversifiziertes Portfolio bestehend aus unterschiedlichen Vermögensklassen, zeigt durch jedes der aufgezeigten wirtschaftlichen Umfelder gute Resultate. Voraussetzung ist, dass man langfristig daran festhält (Verhaltensverzerrungen) und günstig Nachkäufe tätigt. Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, hätte in einer 10-jährigen Periode ein breit gestreutes Portfolio, bestehend aus Aktien und Anleihen, immer positive Resultate erzielt.

Ein gut diversifiziertes Portfolio, einschließlich Aktien, Anleihen und einiger anderer Anlageklassen,
hat über jede 10 Jahresperiode keine negativen Renditen erbracht und in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt mehr als 5% pro Jahr erzielt.

Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb.

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Verhaltensverzerrungen (unbewusstes Verhalten) vermeiden

Halten Sie sich an einen Plan, um in guten und weniger guten Zeiten auf Kurs zu bleiben.

  • Anleger zahlen hohe Kosten, wenn ihre Gefühle Entscheidungen diktieren (oftmals zu einem schlechten Zeitpunkt). Wenn Sie einem Plan folgen, können Sie Verluste reduzieren, wenn die Märkte fallen, und die Erholung beschleunigen, wenn sich die Märkte drehen. Steigen Sie zu früh aus den Markt aus und versäumen die besten 10 Tage an der Börse, so erzielen Sie jährlich 3 Prozent weniger an Rendite, als wenn Sie voll investiert geblieben wären.
  • Ebenso erliegen Anleger der „Verzerrung des eigenen Landes“. Der deutschsprachige Raum macht weniger als 1/10 der weltweiten Kapitalmärkte aus. Jedoch investieren mehr als 75 Prozent der Anleger vorwiegend in die heimischen Finanzmärkte. Ein weltweit gestreutes Portfolio, welches mehrere Länder einschließt, erholt sich nach Finanzkrise schneller, schützt vor unakzeptablen Verlusten und unterliegt weniger Schwankungen, als wenn alles auf ein spezifisches Land gesetzt wird.

Anleger und Investoren aus dem deutschsprachigen Raum konzentrieren ihre Veranlagungen zu 75 Prozent in ihren Heimatländern.

Die Zusammensetzung der Anteile der Länder am weltweiten Kapitalmarkt veränderte sich massiv. Diesen ständigen Veränderungen ist durch Anpassungen im Portfolio Rechnung zu tragen.

Vermeiden Sie aus den genannten Gründen Prognosen abzugeben, bzw.
den Markt zeitlich zu erfassen („Market-Timing“).